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Der schwarze Kanal  war eine politisch-agitatorische Sendung des DDR-Fernsehens zu Zeiten des Kalten Krieges. Im Vorspann der Sendung lief unter anderem ein kurzer Trickfilm mit grotesk verzerrter Melodie: der Bundesadler landet auf einem Fernsehantennenwald, hüpft – das Gleichgewicht suchend – hin und her und stürzt kopfüber ab. Sein schwarz-weiß-rotes Brustband sollte eine nationalkonservative Gesinnung des Westfernsehens symbolisieren, der Absturz einen – durch den Kommentator der Sendung Karl-Eduard von Schnitzler vereitelten – Versuch westlicher Propagandamedien, Lügen und Halbwahrheiten zu verbreiten. Die erste Folge lief 1960, die letzte Folge 1989!
 
Ein 'Schnitz' war der Teil einer Sekunde, den man nach Schnitzlers Anblick auf dem Bildschirm zum Umschalten brauchte ...
 
Karl Eduard von Schnitzler (1918-2001), "Sudel-Ede" genannt liebte die Frauen unter anderem die Schauspielerinnen Christine Laszar und Inge Keller , schrieb für die einzige Kinozeitschrift in der DDR  den Filmspiegel Rezensionen und Kritiken, sammelte Oldtimer vor allem westliche Fabrikate, kaufte unter einem Decknamen im KaDeWe ein. Predigte also des Öfteren "Wasser" soff aber guten Wein und aß Kaviar. Er ließ es sich so richtig gut gehen. Seine 'letzte' Frau, die gebürtige Ungarin Márta Rafael (1926-2017) war eine Schauspielerin, Sängerin und Fernsehredakteurin in der DDR, die sogar in Westberlin beim Klauen erwischt wurde.
 
Ein weiterer Künstler der gern Wasser predigte aber sehr gern guten Wein und Whiskey trank, war unser Vorzeige Amerikaner, Dean Reed. Nicht selten fuhr er rüber nach Westberlin um gut Einkaufen zu gehen ...
 

Die Metamorphose der "DEFA-Blende", die Verwandlung einer Betriebszeitung!

 

Im Oktober 1949 erschien zum ersten Mal die Betriebszeitung „DEFA-BLENDE“. Sie war nur für Mitarbeiter des Filmbetriebes gedacht. Im Laufe der Jahrzehnte änderte sich das Erscheinungsbild, der Rhythmus der Erscheinung, die Druckqualität sowie der Preis.

 

Mai 1969Mai 1969Die Mitarbeiter dieses gewaltigen Betriebes, ließen uns in die Karten schauen, öffneten einen Spalt breit die Studiotüren, und berichteten zuletzt quartalsweise in ihrer 'Betriebszeitung' über das Babelsberger Film-Leben. Sie blendeten auf ...

 

Mittlerweile ist auch diese Lektüre Geschichte, ebenso wie die DEFA seit zwei Jahrzehnten ein Kapitel der (Film) Geschichte ist. Auch wenn dieser Großbetrieb, die Firma, das Unternehmen schon lange nicht mehr in der 1. Reihe sitzt, wenn er/ sie überhaupt jemals dort gesessen haben sollte ... So tot wie manche die DEFA gerne hätten, war und ist sie nicht.  

  

 

Mai 1992Mai 1992

Sie lebt in Form einer Stiftung weiter und erhält deren Filmstock und macht sie als Teil des nationalen Kulturerbes für die Öffentlichkeit nutzbar.

 

 

 

 

 

 

Geboren im Gulag

Die Schauspielerin Swetlana Schönfeld kam 1951 in Sibirien, in der Gulag-Siedlung Kolyma als Tochter der deutsch Kommunistin Betty Schönfeld zur Welt. Nachdem die Mutter – überzeugte Kommunistin – im berüchtigten Moskauer Hotel Lux verhaftet worden war.

Im September 2019 kam der Film Und der Zukunft zugewandt, der auf dem Schicksal ihrer Mutter basiert in die Kinos. Swetlana Schönfeld ist einer Nebenrolle zu sehen.

 

Rolf Römer (1935-2000) drehte den ersten Selbstmord-Film der DDR! Schuldig ist ein deutscher Kriminalfilm aus dem Jahr 1978. Der Fernsehfilm erschien als 55. Folge der Filmreihe  Polizeiruf 110.

Nach der Ausstrahlung des Filmes 1978 erhielt Römer bei der DEFA und dem Fernsehen keine namhaften Aufträge mehr. Bis 1989 wirkte er vor allem als Sprecher in Hörspielen und Trickfilmserien. Da er schon immer sehr offen, ehrlich in vielerlei Augen "aufmüpfig" war. Auch nach der Wende fand Römer, der in Vergessenheit geraten war, für seine Drehbücher keine Produzenten. Er drehte Dokumentarfilme und engagierte sich bei sozialen Projekten in Russland: Zusammen mit seiner Frau (Annekathrin Bürger) gründete er 1993 den Verein Waisenkinder vom Don.

 

Der kleine Prinz  (1965/66) war als Eröffnungsfilm des DDR-Farbfernsehens vorgesehen.  Da es jedoch aus urheberrechtlichen Gründen massive Problem gab, musste dieses Projekt gecancelt werden.

Seit dem 1. Januar 2015 ist die Schutzfrist der literarischen Vorlage von Antoine de Saint-Exupéry abgelaufen; das Filmwerk von Konrad Wolf und Angel Wagenstein lief mittlerweile in diversen Kinos und es gibt ihn nun auch endlich auf DVD!

Doch es gab nicht nur Verbote für Spielfilme, davon allein 12 im Jahr 1966 (11. Plenum),nein auch DDR-Dokumentarfilme wie Der Sekretär (1967), Rock'n Roll (1987), Wer hat dich du schöner Wald ... (1988) oder Die Sehnsucht der Lausitz (1989/90) wurden weggeschlossen. Andere wiederum wurden abgebrochen oder gelangten gar nicht erst zur Aufführung!

 

Angelika Waller (*1944) hatte in dem gelungenen aber sehr systemkritischen Film Das Kaninchen bin ich 1965/66 ihren ersten furiosen Auftritt. Eine talentierte einundzwanzig jährige Schauspielerin ... Doch das 11. Plenum stoppte abrupt (vorerst) ihre gerade begonnene Karriere. Wie verkrafteten Künstler diesen Kahlschlag ...? 

 

Herbert Köfer (*1921) ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher und Moderator ist der dienstälteste aktive Mime der Welt, in seiner über siebzig Jahre langen Karriere hat er bislang in über 300 Film- und Fernsehproduktionen sowie auch in etlichen Theaterinszenierungen mitgewirkt.

Köfer hat sowohl einen Eintrag als „ältester, prominenter, Trabrennfahrer“ im GUINNES-BUCH DER REKORDE und seit September 2017 den Eintrag im deutschen Rekordinstitut als „ältester, aktiver Schauspieler der Welt“!

 

Einige FILME über die DDR

Nikolaikirche, 1995; Abgehauen, 1998; Die Stille nach dem Schuss, 2000; Berlin is in Germany, 2001; Der Tunnel, 2001; Good bye, Lenin!, 2003; Der Stich des Skorpion, 2004; Das Leben der Anderen, 2006; Barbara, 2012; Boxhagener Platz, 2010; Der Turm, 2012; Gundermann, 2018; Ballon, 2018 oder Traumfabrik, 2019!

Unser Sandmännchen  feiert dieses Jahr (2019) seinen 60. Geburtstag, es erblickte am 22. November 1959 das Licht der Welt!

 

Weil wir in diesem Jahr auch 30 Jahre Friedliche Revolution feiern, kommt LEIPZIG aus dem Jahr 1989 sogar ins Kino. Der Film Fritzi  - eine Wendegeschichte zeigt die DDR und die Demonstrationen aus meiner Heimatstadt. Der erste Animationsfilm für Kinder und Erwachsene über den Herbst 1989 und dem folgenden Sturz des antifaschistichen Schutzwalls, zu deutsch - Mauerfall!

Ein Ausschnitt aus dem Animationsfilm!Ein Ausschnitt aus dem Animationsfilm!

 

 „Was machte der „007“-Flieger am 21. Oktober 2019 am Flughafen Leipzig/ Halle?

Der Airbus A 300 trägt deutlich James Bonds Agentennummer „007“ auf dem Rumpf ... Der Airbus der DHL-Tochter European Air Transport Leipzig spielt freilich im Film, den Bond-Teilen keine Rolle, er ist aber für den aktuellen 25. Bond-Streifen „Keine Zeit zum Sterben“ für die Logistik der Filmproduktion im Einsatz!