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Preisgekrönt

Auch Filme der DEFA sowie des Deutschen Fernsehfunks waren Auszeichnungen wert und nicht nur national!
Doch wer kennt heute noch all die DDR-Filme und deren Preise?
Hier eine kleine Auswahl… sowie die wichtigsten und bedeutendsten...

 

Kunstpreis des FDGB – 1980 - All meine Mädchen; Silberner GreifSilberner Greif1983 1. Preis "Silberner Greif" in der Kategorie Spielfilm auf dem XIII. Internationalen Kinder- und Jugendfilmfestival Giffoni Valle Piana in Italien für Der Prinz hinter den sieben Meeren oder 1992 erhielt Das Land hinterm Regenbogen den Preis das Filmband in Silber nebst 700.000 D-Mark-Preisgeld, auf deren Grundlage Herwig Kipping schon ein Jahr später das Nachfolgeprojekt "Novalis - die blaue Blume" realisieren konnte.

 

                                         

 

Im Jahr 1948, als BAMBI zum ersten Mal verliehen wurde, erhielt Regisseur Kurt Maetzig den Preis  für seinen bewegenden DEFA-Nachkriegsfilm „Ehe im Schatten“.

Der BAMBI, den der damals 36-jährige Regisseur für sein Regiedebüt „Ehe im Schatten“ erhielt, wurde zu dieser Zeit noch aus Porzellan gefertigt und war deshalb fragiler als die Bronzestatuen heute. So erzählte der Regisseur in einem späteren Interview wehmütig, dass sein Original-BAMBI die Zeit leider nicht überstanden habe. Die zu Hubert Burda Media gehörende Zeitschrift SUPERillu machte es sich daher zum Auftrag, ihm eine Kopie der Original-Statue zu schenken und übergab dem Preisträger 2008 ein neues weißes BAMBI.

 

                                                                 

Das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK Leipzig) ist ein seit 1955 jährlich in Leipzig stattfindendes Zwei-Sparten-Filmfestival. In den beiden Wettbewerbskategorien Internationaler Dokumentarfilm und Internationaler Animationsfilm werden als Hauptpreise die Goldene und Silberne Taube verliehen.

 

Die Goldene Taube in der Sparte Dokumentarfilm ist mit 10.000 Euro und die Silberne  mit 5.000 Euro dotiert. In der Sparte Animationsfilm bekommen die Preisträger 5.000 sowie 2.000 Euro!  

 

 

Erstmals wurde 1977 in Gera ein Kinderfilmfestival durchgeführt, 1979 erhielt es den Titel Nationales Festival „Goldener Spatz“ für Kinderfilme der DDR in Kino und Fernsehen. Dabei knüpfte es an das vorher alle zwei Jahre in verschiedenen Städten ausgetragene Kinderfilmfestival der DDR an. Das Logo der Veranstaltung, den Goldenen Spatzen, kreierte der Grafiker Rolf F. Müller..

 

Das Filmfestival in Karlsbad ist eine der ältesten Filmschauen der Welt. Seine Premiere feierte es 1946, wobei es im ersten Jahr mit Marienbad einen zweiten Austragungsort gab. In den drei folgenden Jahren fand das Festival ausschließlich in Marienbad statt, ab 1950 dann nur noch in Karlsbad. Die ersten Preise wurden 1948 verliehen. Damit blicken nur die Filmfestspiele von Venedig und das Moskauer Filmfestival, die bereits in den 1930er Jahren begründet wurden, auf eine längere Tradition zurück. Die Filmfestspiele von Cannes und das Festival von Locarno wurden ebenfalls erstmals 1946 veranstaltet, allerdings in beiden Fällen einige Wochen nach dem ersten Karlsbader Festival.

1980 – Bester Film – Die Verlobte, 1988 -  DIE SCHAUSPIELERIN  - Corinna Harfouch - Beste Hauptdarstellerin.

 

 

Goldener, Silberner und Ehrenbär auf der BERLINALE im geteilten Deutschland!

 

1975 erhielt Vlastimil Brodsky, den Silbernen Bären als bester Hauptdarsteller für Jakob der Lügner.

 

1980 war hingegen Solo Sunny, Konrad Wolfs inzwischen als Kultfilm verehrtes Portrait einer jungen Frau, produziert von der Arbeitsgruppe "Babelsberg", im Berlinale Wettbewerb ausgezeichnet und Renate Krößner mit dem Silbernen Bären für ihre großartige Darstellung der Titelfigur geehrt worden. Die Sängerin Sunny, die sich hier offensiv der eigenen Wirklichkeit und ihren Problemen stellt, begeisterte auf beiden Seiten der Mauer und wurde zur grenzüberschreitenden Identifikationsfigur.

 

Auf der Berlinale 1982 in West-Berlin erhielt Katrin Sass den Silbernen Bären für Bürgschaft für ein Jahr.

 

1988 "Einer trage des anderen Last" mit Jörg Pose und Manfred Möck, "Coming out" (1988/89), das erste Drama um Schwule in der DDR, sowie 1985 "Die Frau und der Fremde", wofür Rainer Simon die höchste Auszeichnung, den Goldenen Bären, erhielt.

2010 wurde der Drehbuchautor und Regisseur Wolfgang Kohlhaase , einer der innovativsten Köpfe der DEFA-Geschichte, mit einem Ehrenbären für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

 

 

Silberner Lorbeer

 

Auszeichnung in Form eines Fernsehers auf einem breiten Sockel aus weißem Meißner Porzellan, unlackiert. Unter dem Sockel, die blauen Schwerter, das Erkennungssymbol für Meißner Porzellan.

 

„Sei stolz auf mich – doch denke dran, dass Lorbeer auch verwelken kann“ mahnt die Inschrift auf der weißen Porzellan-Plakette ihren Besitzer. Auch Moderatoren, Techniker oder Autoren des DDR-Fernsehens erhielten einen solchen „Fernsehlorbeer“ für besondere Leistungen.

Stellvertretend seien hier Rudolf Kroboth für Tipp des Fischkochs, Karlheinz Klimt, Autor der Serie Bereitschaft Dr. Federau oder der vielseitige Lutz Jahoda genannt.

 

Keinen Oscar aber immerhin eine Nominierung brachte der 1975 von Frank Beyer und Jurek Becker verfilmte Stoff Jakob der Lügner ein. Ein Film, der sich vor dem Hintergrund der Vernichtungspolitik der Nazis mit der Beziehung des Menschen zur Wirklichkeit auseinandersetzt, war die einzige Oscar-Nominierung der DEFA die in die Filmgeschichte einging.

 

Der Nationalpreis der DDR war eine Auszeichnung in der DDR, die in drei Klassen für „hervorragende schöpferische Arbeiten auf den Gebieten der Wissenschaft und Technik, bedeutende mathematisch-naturwissenschaftliche Entdeckungen und technische Erfindungen, die Einführung neuer Arbeits- und Produktionsmethoden“ oder für „hervorragende Werke und Leistungen auf den Gebieten der Kunst und Literatur“ verliehen wurde. Die I. Klasse war mit 100.000 Mark dotiert, die II. Klasse mit 50.000 Mark und die III. Klasse mit 25.000 Mark.

So erhielten den Preis der I. Klasse unter anderem, der Regisseur Kurt Maetzig, Ernst Busch, Sänger und Schauspieler sowie Erwin Geschonneck, Schauspieler. Nicht selten teilten sich Film oder Autorenkollektive diesen Preis.